Carsten Sacher - Extremsportler

Frontbericht

29 Oktober, 2014, by admin, category Allgemein

Tag Nummer 3. Wie an allen anderen Tagen auch, geniales Winterwetter im Hochland von Mexico: blauer Himmel, Sonne, mässiger Wind, rund 27°C, intensives Licht und Farben, berauschende Landschaften rund um das Schlachtfeld, dem Parque Metropolitano Leon (1800 m MSL). Optimale Bedingungen also, für ein Multidayrennen wie dem Decatriathlon (10-fach Ironman). Eigentlich müssten die 15 teilnehmenden Männer und 2 Frauen Vergnügungssteuer bezahlen, so schön ist es hier… Aber es reicht ja schon, dass sie jeden Tag etliche unbezahlte überstunden absolvieren. Unmengen von Gänsen, Enten und Vögeln sorgen für ein unterhaltsames Entertainment an der Strecke. Bei ca. Kilometer 5 der Radstrecke (7,2 km rund um den See) steht in einem Hinterhof eine abgewrackte Boeing 727 der Mexicana Airlines. Kein Mensch weis, wie die da hin kam. Mitten im Stausee ragt noch der Turm einer gefluteten Ranch heraus. In der Tat, ein recht aussergewöhnlicher Platz hier.

Mein Jünger vollbringt bisher sehr konstante Leistungen. 1. Ironman in 14, 2. Ironman in 15 Stunden. Am zweiten Tag waren sowieso alle Teilnehmer länger unterwegs, der Tagessieger zum Beispiel volle 2 Stunden. Das ist normal, der Körper muss sich erst mal an die tägliche Vergewaltigung adaptieren. Carsten meinte heute Nacht, dass er sterben muss. Einspruch. Gestorben wird nur auf Befehl. Wo kommen wir hin, wenn jeder so einfach aus dieser Welt verschwinden würde. Zudem gehört es sich nicht, dass man das vereinbarte Telefonbriefing mit der Familie am frühen morgen sausen lässt…

Mit dem 3. Tag, der in knapp 8 Stunden abgeschlossen sein dürfte (gegen Mitternacht sind die meisten im Ziel) ist der Prolog abgeschlossen. Morgen beginnt das eigentliche Rennen. Bis dahin.

Grüsse vom Kampfstand Carsten Sacher/Stefan Schlett

Der Guru

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